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GEW Brandenburg: Grundschullehrkräfte müssen gleichgestellt werden!

Kampagne zur Gleichstellung hat begonnen!

Schon in den vergangenen Schuljahren konnten die ausscheidenden Lehrkräfte insbesondere im Grundschulbereich nicht vollständig durch Lehrkräfte mit einer Ausbildung für die Grundschule ersetzt werden. Im Schuljahr 2017/18 setzt sich die besorgniserregende Entwicklung fort. Die Mehrzahl der Lehrkräfte mit Seiten- und Quereinstieg werden vor allem im Grundschulbereich eingestellt. Gleichzeitig fühlen sich die nicht von der Hebung nach A13 / E13 erfassten Lehrkräfte im Grundschulbereich in ihrer täglichen Arbeit von der Bildungspolitik im Land Brandenburg nachvollziehbar nicht wertgeschätzt und diskriminiert. Die GEW Brandenburg fordert in ihrer Kampagne die Gleichstellung der ca. 3000 Lehrkräfte im Grundschulbereich mit den Lehrkräften in den anderen Schulformen und Schulstufen. Die Besoldung und Vergütung der Lehrkräfte im Grundschulbereich ist nicht konkurrenzfähig mit den anderen Bundesländern. Die GEW Brandenburg weist darauf hin, dass die Hebung auch der Lehrkräfte im Grundschulbereich nach A13 / E13 längst überfällig ist. Es kann und darf nicht sein, dass im aktuellen Bundestagswahlkampf immer wieder die Fragen der Gerechtigkeit insbesondere durch die in Brandenburg regierenden Parteien thematisiert werden, aber zugleich diese Parteien durch die schlechte Eingruppierung der Grundschullehrkräfte diese Diskriminierungen selbst praktizieren. Mit der jetzt begonnenen Kampagne wird die GEW Brandenburg den Druck zur Durchsetzung dieser Forderungen spürbar erhöhen. 

GEW-Chef Fuchs sagte heute in Potsdam:

„Immer wieder wird von Politikerinnen und Politikern betont, dass es auf den Anfang ankommt! Wir brauchen gut ausgebildete und motivierte Lehrkräfte im Grundschulbereich. Es kann nicht sein und darf nicht sein, dass wir einerseits die gut ausgebildeten Grundschullehrkräfte am schlechtesten bezahlen und andererseits bei den Neueinstellungen nicht mehr am Lehrerarbeitsmarkt mit den anderen Bundesländern konkurrieren können. Dies gefährdet die Vermittlung von Grundfertigkeiten und Grundfähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen bei den Schülerinnen und Schüler. Ohne gut qualifizierte Lehrkräfte im Grundschulbereich drohen zugleich wichtige Reformvorhaben im Schulbereich zu scheitern. Die Probleme im Zusammenhang mit der Gestaltung der flexiblen Eingangsphase, des gemeinsamen Lernens oder der Integration von Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund können nur mit gut qualifizierten und motivierten Grundschullehrkräften gelöst werden. Es ist längst überfällig, dass auch die Lehrkräfte im Grundschulbereich in die A 13 / E 13 eingruppiert werden. Neben einer besseren Eingruppierung der Lehrkräfte im Grundschulbereich müssen wir mehr Lehrkräfte an der Universität Potsdam ausbilden. Wir erwarten, dass die Landesregierung in den am 6. Oktober beginnenden Verhandlungen entsprechende Angebote unterbreitet und die Bereitschaft zeigt, zeitnah zu entsprechenden Lösungen kommen zu wollen.“  





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