Tarifrunde 2015 TVöD Bund und Kommune


"Neues vom EGO" - Die GEW-ErzieherInnen-Revue











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Tarifverhandlungen zum Sozial- und Erziehungsdienst gescheitert

GEW-Gremien beschließen nun über die Einleitung einer Urabstimmung

Auch in der fünften Verhandlungsrunde, die am Montag und Dienstag in Offenbach stattgefunden hat, haben die kommunalen Arbeitgeber kein Angebot zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe gemacht. Die von den Gewerkschaften geforderte generelle Anhebung halten sie nicht für nötig und sind allenfalls zu Gesprächen über Detailkorrekturen bereit.

Um die Blockadehaltung der Arbeitgeber zu durchbrechen, hat die GEW-Verhandlungskommission am 21. April 2015 beschlossen, den zuständigen Gremien zu empfehlen, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären und eine Urabstimmung einzuleiten. Wenn 75 Prozent der im Geltungsbereich der SuE-Entgeltordnung beschäftigten GEW-Mitglieder dem zustimmen, kann es bereits im Mai zu unbefristeten Arbeitsniederlegungen kommen.

Weitere Informationen zu den Verhandlungen und den GEW-Aktionen auf www.gew.de/EGO

Offenbach, den 21. April 2015
Oliver Brüchert
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0




Einstieg in Aufwertung verpasst! 

Tarifino Nr. 3 April 2015
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Dritte Verhandlungsrunde zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst ohne Ergebnisse


Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hat auch in der dritten Verhandlungsrunde zur Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst, die am 9. April 2015 in Düsseldorf stattfand, kein Angebot vorgelegt. Die Arbeitgeber erläuterten ihre Überlegungen zur Eingruppierung von Kitaleitungen und Erzieherinnen. Sie sind der Auffassung, dass es bereits im Jahr 2009 eine Aufwertung der Berufe gegeben habe. Deshalb sehen sie keine Notwendigkeit, die Eingruppierung erneut zu verbessern. Die Gewerkschaften wiesen darauf hin, dass es vor sechs Jahren gelungen sei, Verschlechterungen beim Wechsel des Tarifsystems vom Bundesangestelltentarif (BAT) zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) im Jahr 2005 zu korrigieren. Jetzt gehe es um die längst überfällige Verbesserung der Bezahlung. „Die heutige Verhandlungsrunde“, so GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke, „war von Seiten der Arbeitgeber eher ein Ablenkungsmanöver. Konstruktive Angebote: Fehlanzeige.“ Die Beschäftigten erwarten eine Anpassung der Gehälter an die deutlich gestiegenen pädagogischen Anforderungen. Die Tätigkeitsmerkmale, nach denen die Eingruppierung vorgenommen wird, stammen größtenteils aus den 1970er Jahren. Seither haben sich gesellschaftliche Erwartungen und Qualität der Arbeit verändert. Dies muss sich in der Struktur der Eingruppierung widerspiegeln. Die Bezahlung muss substanziell erhöht werden.

Die Verhandlungen werden am 16. April 2015 in Hannover fortgesetzt.

Weitere Informationen zu den Verhandlungen und den GEW-Aktionen auf www.gew.de/EGO

Düsseldorf, den 9. April 2015
Bernhard Eibeck
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt Tel. 069-78973-0




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Zweite Verhandlungsrunde zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst ohne Ergebnisse

Auch in der zweiten Verhandlungsrunde über die Entgeltordnung für den Sozial- und Erziehungsdienst, die heute in Münster stattfand, hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) kein Angebot zur Aufwertung der sozialen Berufe vorgelegt. Die Arbeitgeber wollten zunächst nur über die Eingruppierung von Kita-Leitungen und stellvertretenden Leitungen sprechen, am 9. April dann über die Neubewertung der Tätigkeit von Erzieher/innen. Die Gewerkschaften bestanden auf einem festen Fahrplan für die weiteren Verhandlungen, der sämtliche Berufsgruppen des Sozial- und Erziehungsdienstes umfasst.

Daraufhin wurden folgende weitere Verhandlungstermine festgelegt:
9. April: Erzieher/innen und Kinderpflegerinnen
16. April: Handwerklicher Erziehungsdienst (= Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung)
20./21. April: Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagog/innen und weitere Berufsgruppen

Die Arbeitgeber erkannten grundsätzlich an, dass bei der Eingruppierung der Kita-Leiter/innen und stellvertretenden Leiter/innen Handlungsbedarf bestehe und haben sich mit den gewerkschaftlichen Forderungen auseinandergesetzt, ohne dass es eine entscheidende Annäherung gab.

„Die Positionen liegen noch weit auseinander, aber es war ein Einstieg in konstruktive Gespräche“ hat GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke den Verhandlungstag bewertet. Er verwies auf die Warnstreiks, an denen sich bereits mehr als 20.000 Beschäftigte beteiligt haben. „Sie haben deutlich gemacht, dass sie angesichts steigender Anforderungen eine deutliche Aufwertung ihrer Tätigkeiten durch eine bessere Eingruppierung erwarten. Gute Qualität in Kitas und sozialen Einrichtungen kann auf Dauer nur gelingen, wenn auch das Geld stimmt“, sagte Hocke.

Vor dem Verhandlungsort in Münster demonstrierten rund 3.000 Beschäftigte. Durch den Warnstreik blieben heute in Münster mehr als die Hälfte der Kitas geschlossen.

Weitere Informationen zu den Verhandlungen und den GEW-Aktionen auf www.gew.de/EGO

Münster, den 23. März 2015
Oliver Brüchert
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0

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Forderungen Nachdruck verleihen!

Tarifino Nr. 2 März 2015
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Vorlage (in zwei Versionen) für Elternbriefe zur Ankündigung
eines eventuellen Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst


Elternbrief 1

Elternbrief 2



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Verhandlungsauftakt zum Sozial- und Erziehungsdienst

Heute haben in Hannover die Verhandlungen über den Eingruppierungstarifvertrag für die kommunalen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) begonnen. Die Gewerkschaften fordern eine deutliche Aufwertung der Berufe durch eine bessere Eingruppierung. Sie hoben die gesellschaftliche Bedeutung der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen hervor, die hohe Anforderungen an die Qualifikation und Tätigkeit des Personals stellen. Im Verhältnis zu Berufen mit vergleichbaren Anforderungen verdienen pädagogische Fachkräfte zu wenig. Die gewerkschaftlichen Forderungen würden im Gesamtvolumen zu einer Gehaltssteigerung von durchschnittlich 10 Prozent führen.

Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), die für die Kommunen die Verhandlungen führt, hat beim Verhandlungsauftakt die Forderungen lediglich entgegengenommen, ohne ihrerseits ein Angebot vorzulegen. Die Verhandlungen werden am 23. März fortgesetzt.

Unter www.gew.de/EGO  berichten wir aus den Verhandlungen, haben Infos zusammengestellt und lassen UnterstützerInnen zu Wort kommen. Hier gibt es auch Hintergrundmaterial und die Tourtermine unserer ErzieherInnen-Revue. Stellvertretend für alle SuE-Berufe zeigen wir in unserer aktuellen Kita-Doku die hohen Anforderungen an unsere Fachkräfte. Die Kolleginnen und Kollegen machen deutlich: Es ist an der Zeit, sich gemeinsam für Verbesserungen einzusetzen!

Hannover, den 25. Februar 2015

Norbert Hocke und Andreas Gehrke

 



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Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen 2015




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